Bautagebuch - Sanierung St. Bernhardskirche

Im folgenden finden Sie chronologisch angeordnet den Ablauf der Sanierung. Die einzelnen Stationen erreichen Sie durch Anklicken des jeweiligen Links. Den aktuellen Stand finden Sie an erster Stelle.

 

 

19. Mai 2020 Anbringung Banner am Gerüst über dem Hauptportal der Kirche

Baubesprechung 18. Mai 2020

Es wurden - Gott sei Dank! - keine zusätzlichen Schäden im Dachgebälk festgestellt. Bei der Begutachtung des Turmes wurden dort zusätzlich zu den bekannten Schäden festgestellt, dass Putzkissen sich lösen und abgeschlagen werden müssen. Zur Sicherung beim Abschlagen muss zusätzlich ein Fangnetz angebracht werden. Der neue Putz soll auf Schilfrohrmatten an der Wand aufgebracht werden.

14. / 15. Mai 2020

Das Gerüst am Turm wird angebracht

Baubesprechung 11. Mai 2020

Durch den Zimmermann sind mittlerweile auf der Kirchenbühne an fast allen Seiten die Holzbodenbretter abgetragen, so dass das Gebälk und die Tragkonstruktion des Daches auf dem Gemäuer und an den Traufpunkten sichtbar ist. Es werden deutlich mehr Schäden sichtbar als erwartet, da viele Bereiche im Dreck verborgen waren oder unter den Holzbrettern. Bei vorigen Arbeiten am Turm und Dachgebälk wurde augenscheinlich nur provisorisch ausbessert, tragende Balken sind z.T. durchgefault, abgetrennt und unzureichend durch Verbindungen wieder miteinander verbunden worden. Um die Statik der Kirche zu erhalten bzw. die Kirche vor weiteren Rissen und langfristig vor dem teilweisen Zusammensturz zu sichern, sind nicht nur die Traufpunkte zu sanieren, sondern auch längere Strecken der Auflagen an den Wänden. Die Statikerin vom Oberkirchenrat, Frau Dipl. Ing. Kallenbach, Architekt Hörz und die Zimmermeister Linhart sprechen das weitere Vorgehen ab. Dafür wird mehr Zeit und vor allem mehr Geld benötigt. Es ist zu hoffen, dass nach dem Abtragen der restlichen Holzbohlen nicht noch weitere Schäden sichtbar werden. Um im Kirchenraum entsprechend den Witterungsbedingungen und der Besucherzahl lüften zu können und damit Kondensation an den Wänden und hinter den Bildern zu verhindern, hat Architekt Hörz Angebote in Auftrag gegeben, wie durch eine elektronische Steuerung der Öffnung bestimmter Fenster dieses Problem behoben werden kann. Nach dem Vorliegen des Angebots wird der Kirchengemeinderat weiter beraten.

Baubesprechung Donnerstag, 23. April 2020

Frau Dipl. Ing. Kallenbach als Statikerin vom Büro Schilling+Kallenbach schaut sich gemeinsam mit Zimmermeister Linhardt die Schäden am tragenden Gebälk an – z.T. schlimmer als angenommen – und bespricht mit ihm das weitere Vorgehen. Es werden – Gott sei Dank! - keine weiteren gravierenden Dinge festgestellt, die die Statik beeinflussen. Mit Restaurator Raff wird abgesprochen, dass vor dem Beginn der restauratorischen Maßnahmen an der Kirchendecke zunächst die Zimmerarbeiten fertiggestellt werden sollen und eine geeignete Dämmung zwischen Dachboden und Kirchendecke angebracht werden soll, um Risse in der Kirchendecke zu vermeiden. Eine Untersuchung des abgeschlagenen Mauerputzes im Innenraum der Kirche ergibt, dass der abgeschlagene Putz weniger Salzgehalt als vermutet beinhaltet. Restaurator, Maler und Gipser sprechen sich über einen geeigneten Putz und dessen Anbringung ab.

Gerüstbauarbeiten und erste Zimmerarbeiten: Beginn der Maßnahme in den beiden Wochen nach Ostern

In der Woche nach Ostern erstellen die Gerüstbauer das Außengerüst, so dass der Zimmermann einen Zugang von außen auf die Kirchenbühne hat, um dort die Bodendielen zu entfernen. So können die Schäden am tragenden Gebälk sichtbar gemacht und der Schutt aus den Mauerkronen und Gewölben entfernt werden.

Putzabschlagen und Verhüllung der Gegenstände in der Kirche: 30. März – 9. April 2020

Bevor das aufwändige Abschlagen des Putzes erfolgen kann, sollten zunächst die wichtigsten in der Kirche verbleibenden Gegenstände luftdicht verhüllt und abgehängt werden: Orgel, Altar, Altarkreuz, Kanzel, Taufstein, Bankreihen auf der Empore und Laufwege auf der Empore. Entgegen den Erwartungen ist diese „Verhüllungsaktion“ sehr zeitaufwändig. Parallel dazu fangen wir deshalb schon mit dem Abschlagen des Putzes an. Es stellt sich heraus, dass dieser nicht nur bis zu einer Höhe von 40cm, sondern bis zu 1 m  abgeschlagen werden muss, um die Nässe in den Wänden zu verhindern. Der Putz ist zumTeil bis zu 5 cm dick und hart und kann nur mit „schwerem Gerät“ ab gehämmert werden. An der Nordseite muss dazu die Heizung aus dem Heizungskanal demontiert werden. Nach dem Abschlagen des Putzes zeigt sich an vielen Stellen, dass die Wände tief von Nässe durchdrungen ist. Die Kirche wird deshalb über den Sommer täglich zur Durchlüftung geöffnet bleiben, damit im Herbst auf trockenen Wänden der Putz angebracht werden kann. 

Ausräumen der Kirche: 23. – 28. März 2020

In dieser Woche werden zunächst die Bänke im Kirchenschiff von der Holzplattform abgeschraubt und für den Abtransport entsprechend nummeriert. Stühle, Bilder, Liedertafeln, Gesangbücher und andere Dinge werden ins Gemeindehaus transportiert, um für zukünftige Gottesdienste zur Verfügung zu stehen.. Die Lautsprecher, Lampen und Leuchten werden abmontiert und im Obergeschoss des Gemeindehauses gelagert. In einer Großaktion werden am Samstag, 28. März 2020 im Laufe des Vormittags alle Bänke des Kirchenschiffs abtransportiert. Die Stadt Nürtingen stellt für die Lagerung einen Raum in der Metzinger Straße zur Verfügung.

Baustellenbegehung und Besprechung: Donnerstag, 19. März 2020

Architekt Hörz, der Bauausschuss des Kirchengemeinderats und Vertreter der ausführenden Firmen besprechen den Start und die notwendigen Maßnahmen zu Beginn der Sanierungsmaßnahme. Ein wichtiges Ergebnis lautet: Das Innengerüst kann früher aufgestellt werden, da die Eigenleistungen der Kirchengemeinde bereits in den kommenden Wochen begonnen und abgeschlossen werden können. 

Architekt Hörz wird gebeten, Überlegungen zum Einbau einer Leinwand und einer Beamerprojektion in der Kirche im Zusammenhang der Sanierungsmaßnahmen zu machen.

Sonntag, 15. März 2020

Wegen der Coronakrise findet kein Gottesdienst in der Kirche statt – nur eine kurze Besinnung unter Einhaltung des Sicherheitsabstands vor der Kirche. In der Folge werden vom Staat alle Gottesdienste verboten. Diese Einschränkung ermöglicht es, mit den Eigenleistungen früher zu beginnen.

Kirchengemeinderatssitzung 18. Februar 2020: Vergabe der Sanierungsarbeiten

Architekt Hörz vom Architekturbüro Riehle+Assoziierte stellt die im Kirchengemeinderat die eingegangenen Angebote von Gewerken für die Sanierung vor. Der Kirchengemeinderat vergibt die Arbeiten an den jeweils kostengünstigsten Anbieter. So ergibt sich ein aktueller Kostenanschlag in Höhe von € 490.000 für die Sanierung. Der vorgelegte Bauzeitenplan sieht vor, dass am Ostermontag der vorerst letzte Gottesdienst in der Kirche stattfinden soll. Falls alles nach Plan läuft, werden im November wieder Gottesdienst in der Kirche stattfinden.

Am Dienstag nach Ostern soll mit der Sanierung begonnen werden. In ersten Wochen wird zunächst das Außengerüst und anschließend das Innengerüst aufgestellt. Vor der Aufstellung des Innengerüsts müssen bis spätestens 26. April 2020 in der Kirche die Kirchenbänke im unteren Bereich demontiert und zur Lagerung abtransportiert, die Lampen und Leuchter sowie die Lautsprecher abgehängt und Altar, Kreuz, Orgel, Kanzel, Taufstein sowie die Bänke und Laufwege auf der Empore mit geeigneter Folie und Malervlies verhüllt und staubdicht abgedeckt werden. Ebenso muss der Putz an der Ost-, Nord und Westseite der Kirche auf eine gewisse Höhe abgeschlagen werden. Der Kirchengemeinderat beschließt, diese Maßnahmen in Eigenleistung zu erbringen. Pro geleisteter Arbeitsstunde werden dafür € 15 in den Finanzierungsplan als „Spendengeld“ angerechnet.