Bautagebuch - Sanierung St. Bernhardskirche

Im folgenden finden Sie chronologisch angeordnet den Ablauf der Sanierung. Die einzelnen Stationen erreichen Sie durch Anklicken des jeweiligen Links. Den aktuellen Stand finden Sie an erster Stelle.

 

 

Arbeiten und Stand Anfang / Mitte Oktober 2020

Die Putz- und Stukkateurarbeiten am Turm und im Kircheninnern sind abgeschlossen. Der Turm ist frisch gestrichen. Hinter den Netzen des Turmgerüsts kann man schon den „neuen“ hell strahlenden Turm erkennen. Die Schallläden sind – neu gestrichen - wieder eingebaut. Ebenso wurden Ende September die Zifferblätter der Kirchturmuhr angebracht. Deren Zeiger stehen noch auf „12 Uhr“, da das Gerüst noch ihre Bewegung verhindert. Nach Abbau des Turmgerüsts (voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November) wird die Kirchturmuhr in Gang gesetzt und die Glocken wieder läuten. Nach einer Zwischenreinigung (Beseitigung von grobem Schmutz und vor allem dem Staub) sind mittlerweile die Wände und Decke im Kircheninnern fertig gestrichen. Sobald der Restaurator seine letzten Arbeiten erledigt hat (u.a. Restaurierung der Deckenbilder) kann das Innengerüst entfernt werden (voraussichtlich letzte Oktoberwoche). Die Zimmererarbeiten neigen sich dem Ende zu: die Erneuerung bzw. Sanierung des Dachstuhls ist abgeschlossen, zwischen Dachfirst und Bühnenboden wurde ein begehbarer Holzsteg eingezogen, der es ermöglicht, zukünftig ohne großen Aufwand den Zustand des Daches aus der Nähe zu begutachten und (hoffentlich nicht!!) zu reparieren. Das gesamte Dach wurde auf Dichtigkeit überprüft, schadhafte Ziegel entfernt, und Teile des Daches z.T. neu gedeckt sowie Grate neu gemauert. Für die weiteren Maßnahmen im Kircheninnern (Heizungsoptimierung, Elektrik, Lautsprechertechnik, Leinwand sowie Steuerpult u.a.) wurden letzte Absprachen bzgl. Ausführung und Zeitplan getroffen. 

Arbeiten Ende August/Anfang September 2020

Im Innern der Kirche wurde der Grundputz aufgetragen. Pro mm Dicke benötigt er 1 Tag Trockenzeit, d.h. mindestens 40 – 50 Tage. Durch den Grundputz sind jetzt die verlegten Leerrohre nicht mehr sichtbar. Die Planungen zur Optimierung der Heizung mit den Unterflurkonvektoren an der Süd- und Nordseite sowie der Podeste für die Kirchenbänke wurden fertiggestellt. Die Entfernung der grauen Acrylschicht an den Dachgesimsen der Nordwand, der Sakristei sowie dem Vordach des Emporenaufgang erfolgten in Eigenleistungen. Am Kirchturm wurde der Grundputz angebracht. In der zweiten Septemberwoche folgt der Oberputz. Im Dachstuhl bearbeiten die Zimmerleute nach den Handwerkerferien die restlichen Schadstellen. Der Restaurator stabilisiert die restliche Boxhautdecke über dem Chor und verschließt die Risse im Kircheninnern.

10. August - Baustellenbesichtigung durch Gemeinde- und Ortschaftsrat einschließlich OB Dr. Fridrich

Am 10. August 2020 waren alle Neckarhäuser Ortschafts- und Gemeinderäte und Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich zu einer Baustellenbesichtigung eingeladen. Trotz Urlaubszeit nahmen viele  diese Einladung an. Architekt Hörz informierte auf dem Gerüst am Kirchturm, auf dem Dachboden der Kirche und im Kircheninnern über die geplanten und bereits erledigten Aufgaben. Der Zustand des Dachstuhls ließ die gewählten Vertreter der Bürgerschaft die Notwendigkeit dieser aufwändigen Sanierung erkennen. Abschließend gab es im Gemeindehaus an Stehtischen noch die Gelegenheit zu Gesprächen.

Arbeiten in der ersten Augustwoche 2020

Anfang August wurden die neu lackierten Rahmen der Schallläden eingebaut. Danach wurde an den Turm ein Putz angebracht, in den Schilfrohrmatten eingelassen wurden. Jetzt sind die Fachwerkstruktur und die Gefache nicht mehr sichtbar. Nach der Trockenphase folgt der Grundputz und weitere Deckschichten. Demnächst wird mit den (wenigen)  Steinmetzarbeiten begonnen. Die Zimmerer arbeiten mittlerweile mit Hochdruck wieder auf dem Dachboden der Kirche. Die fachgerechte und statisch nachhaltige Reparatur der sehr stark beschädigten Anschlussstelle Turm/Chor an der Nordostseite verlangen höchste handwerkliche Präzision und Ablaufplanung. Im Kircheninnern wurden die Leerrohre für die Erneuerung der Technik verlegt. Unverputzt gleichen die Kirchenwände jetzt langen offenen Kabelkanälen.

Arbeiten Mitte bis Ende Juli 2020

Besonders an der Westseite des Turmes arbeiten die Zimmerer mit Hochdruck. Fachwerkbalken müssen teilweise stabilisiert werden, Eckstiele überarbeitet und an der Nordwestseite teilweise ersetzt werden. Dazu musste das Mauerwerk in den Gefachen entfernt und nach den Zimmerarbeiten in aufwändiger Kleinarbeit mit Backsteinen auf hölzernen Dreikantleisten fixiert und neu ausgemauert werden. Die Flächen des Fachwerks wurden komplett abgebürstet (Entfernung der Farbe) und mit Salmiak abgewaschen. Vorarbeiten für den Wiedereinbau der Schallläden wurden getroffen. Für die Entwässerung des Turmes wurde eine gekantete Kastenrinne (Ablauf in der Süd-Ost-Ecke)  in Auftrag geben, damit die Außenwand des Turmes später nicht durch herunterfließendes Wasser verschmutzt und langfristig wieder in Mitleidenschaft gezogen wird. Fehlerhafte Ziegel Ziegel am Turmdach werden ausgewechselt. 

Der Restaurator hat die Boxhautdecke über dem Kirchenschiff stabilisiert. 

Für die Erneuerung der Technik im Kircheninnern werden Angebote eingeholt (Lautsprecheranlage, Beamertechnik, zentrale Steuerung am Mesnerpult, Videokamera und Bedienpanel) und Absprachen zur Verlegung von Leitungen getroffen. 

Ein aktualisierter Bauzeiten plan wurde aufgelegt. Nach diesem sollen Mitte/Ende November 2020 wieder Gottesdienste in der Kirche stattfinden können.

6. Juli 2020 Beratungen im Kirchengemeinderat

In der Kirchengemeinderatssitzung am 6. Juli 2020 wird ein neuer Finanzierungsplan für die Summe von € 590.000 vorgelegt. Es wird beschlossen, diesen Plan dem Oberkirchenrat zur Finanzierung vorzulegen.

Baubegehung mit dem Landesdenkmalamt 17. Juni 2020

Fotomontage: So wird der sanierte Kirchturm aussehen

Fotomontage: So wird der sanierte Kirchturm aussehen

Architekt Hörz und Statikerin Kallenbach stellen den Vertretern der Denkmalpflege die geplanten Maßnahmen am Turm, Dachstuhl und Kircheninnern vor. Von Seiten des Denkmalschutzes ergeben sich keine Einwände. Der Turm wird somit zukünftig – wie bis zum Jahr 1978 – kein Fachwerk und keine Schindelseite mehr haben, sondern in Weiß erscheinen.

Beratungen im Kirchengemeinderat 15. Juni 2020

Architekt Hörz legt dem Gremium verschiedene Varianten (incl. Kosten) einer zukunftsträchtigen technischen Ertüchtigung der Kirche auf der Grundlage der Planung eines Fachbüros vor. Aus Kostengründung verzichtet der Kirchengemeinderat auf eine technische Lösung zur Belüftung der Kirche. Die Heizung soll jedoch verbessert werden (kleinerer Kostenrahmen). Beamer und Leinwand samt dazugehörigen Leitungen sollen angeschafft, die Beschallungsanlage (neue, leistungsstärkere Leitungen und Lautsprecher) komplett erneuert werden, Videoübertragung ins Gemeindehaus vorbereitet werden, ein Steuerpult in der hinteren Südwestecke der Kirche eingebaut werden. Aufgrund der neu entdeckten Schäden am Kirchturm werden zusätzliche Kosten in Höhe von € 11.000 für Zimmermann und Gipser nötig. Somit ergibt sich für die gesamte Sanierung ein neuer Kostenrahmen in Höhe von € 590.000,- . Pfarramt und Kirchenpflege werden mit dem Oberkirchenrat einen überarbeiteten Finanzierungsplan erstellen.

Fotomontage Leinwand in Kirche, auf die mit Beamer projiziert werden kann

Fotomontage Leinwand in Kirche, auf die mit Beamer projiziert werden kann

Baubesprechung 8. Juni 2020

Der Schindelschirm am Turm ist mittlerweile entfernt. Es wurden weitere größere Schäden entdeckt. Das weitere Vorgehen zur Stabilisierung und Restaurierung wird zwischen Zimmermann, Gipser und Maurer abgesprochen. Durch diese Arbeiten am Turm sowie die beeinträchtigte Statik werden die Glocken zukünftig nur sporadisch oder gar mehr läuten können.

Mit einem Fachmann wird im Kircheninnern die Möglichkeiten einer modernen zukunftsträchtigen technischen Ausstattung (audiovisuelle Möglichkeiten, Steuerung von Glocken, Beleuchtung, Heizung und Lüftung) besprochen. Vorschläge und Varianten werden in der nächsten Kirchengemeinderatssitzung vorgelegt.

Baubesprechung 02. Juni 2020

Der weitere Arbeitsablauf und die Koordination der Arbeiten werden besprochen. Einige Schäden am nordwestlichen Dachtrauf wurden durch den Zimmermann bereits fachgerecht saniert (lose Verbindungen überprüft und durch Auskeilen und Verdübeln nachbefestigt sowie fehlende Balken ergänzt), so dass demnächst der Restaurator sich an diesen Bereichen der Restaurierung der Bockshautdecke annehmen kann. Kirchengemeinderatsvorsitzender M. Kiess übergibt Architekt Hörz die Überlegungen des Kirchengemeinderats zu den weiteren Maßnahmen.

Schadensaufnahme

Schadensaufnahme

Erste Schadensreparatur

Erste Schadensreparatur

29. Mai 2020

  • Die Zeiger und Zifferblätter der Kirchturmuhr werden zur Sanierung abgenommen.
  • Beim Vororttermin legt Architekt Hörz fünf verschiedene Varianten für die Realisierung der weiteren Maßnahmen vor. Je nach Variante reduzieren oder erhöhen sich die Mehrkosten. Zur Vermeidung von kalten Fallwinden an den Chorfenstern und den Fenstern an der Südseite kommt der Einbau einer elektrischen Fensterheizung ins Gespräch. Außerdem muss ein zusätzlicher Unterflurkonvektor für die Heizung der Nordseite eingebaut werden. Zur Planung und Realisierung der audiovisuellen Technik (Beamer, Leinwand, Lautsprecher) soll die Firma Alber hinzugezogen werden. Der Kirchengemeinderat berät die Varianten und erhebt ein Stimmungsbild zu den jeweiligen Maßnahmen. Anhand dessen soll Architekt Hörz in der nächsten Sitzung am 15. Juni 2020 konkrete Planungen und Kostenvoranschläge zu den Maßnahmen vorlegen. Der Kostenvoranschlag für die Sanierung der Kirchturmuhr bleibt im geplanten Rahmen. Die Sanierung wird an die Firma Eisenhart vergeben

25. Mai 2020 Kirchengemeinderatssitzung

In der Sitzung legt Architekt Hörz eine Auflistung und Kostenberechnung für zusätzliche Maßnahmen vor, die sich seit Baubeginn ergeben haben. Werden alle Maßnahmen umgesetzt, so ergeben sich Mehrkosten in Höhe von € 125.000,- . Er differenziert zwischen zwingenden erforderlichen Maßnahmen (Statik, Turm mit Mehrkosten in Höhen von € € 56.400,-), sinnvollen Zusatzmaßnahmen (Verbesserung der Durchlüftung mit Mehrkosten von € 26.500) und Zusatzwünschen der Kirchengemeinde (Beamer, Leinwand, Steuerung div. Dinge von einem Platz aus mit Mehrkosten von € 38.000,-) und Puffer (€ 4.100,-). Der Kirchengemeinderat beschließt, dass die zwingend erforderlichen Maßnahmen gemäß der Vorlage des Architekten vergeben werden, damit mit den Arbeiten (des Zimmermanns!) zügig fortgefahren werden kann. Überlegungen zur Vergabe der anderen Maßnahmen sollen in einem Vororttermin am 29.5.2020 mit dem Architekten besprochen werden.

Auflistung zusätzlicher Kosten

Auflistung zusätzlicher Kosten

19. Mai 2020 Anbringung Banner am Gerüst über dem Hauptportal der Kirche

Baubesprechung 18. Mai 2020

Es wurden - Gott sei Dank! - keine zusätzlichen Schäden im Dachgebälk festgestellt. Bei der Begutachtung des Turmes wurden dort zusätzlich zu den bekannten Schäden festgestellt, dass Putzkissen sich lösen und abgeschlagen werden müssen. Zur Sicherung beim Abschlagen muss zusätzlich ein Fangnetz angebracht werden. Der neue Putz soll auf Schilfrohrmatten an der Wand aufgebracht werden.

14. / 15. Mai 2020

Das Gerüst am Turm wird angebracht

Baubesprechung 11. Mai 2020

Durch den Zimmermann sind mittlerweile auf der Kirchenbühne an fast allen Seiten die Holzbodenbretter abgetragen, so dass das Gebälk und die Tragkonstruktion des Daches auf dem Gemäuer und an den Traufpunkten sichtbar ist. Es werden deutlich mehr Schäden sichtbar als erwartet, da viele Bereiche im Dreck verborgen waren oder unter den Holzbrettern. Bei vorigen Arbeiten am Turm und Dachgebälk wurde augenscheinlich nur provisorisch ausbessert, tragende Balken sind z.T. durchgefault, abgetrennt und unzureichend durch Verbindungen wieder miteinander verbunden worden. Um die Statik der Kirche zu erhalten bzw. die Kirche vor weiteren Rissen und langfristig vor dem teilweisen Zusammensturz zu sichern, sind nicht nur die Traufpunkte zu sanieren, sondern auch längere Strecken der Auflagen an den Wänden. Die Statikerin vom Oberkirchenrat, Frau Dipl. Ing. Kallenbach, Architekt Hörz und die Zimmermeister Linhart sprechen das weitere Vorgehen ab. Dafür wird mehr Zeit und vor allem mehr Geld benötigt. Es ist zu hoffen, dass nach dem Abtragen der restlichen Holzbohlen nicht noch weitere Schäden sichtbar werden. Um im Kirchenraum entsprechend den Witterungsbedingungen und der Besucherzahl lüften zu können und damit Kondensation an den Wänden und hinter den Bildern zu verhindern, hat Architekt Hörz Angebote in Auftrag gegeben, wie durch eine elektronische Steuerung der Öffnung bestimmter Fenster dieses Problem behoben werden kann. Nach dem Vorliegen des Angebots wird der Kirchengemeinderat weiter beraten.

Baubesprechung Donnerstag, 23. April 2020

Frau Dipl. Ing. Kallenbach als Statikerin vom Büro Schilling+Kallenbach schaut sich gemeinsam mit Zimmermeister Linhardt die Schäden am tragenden Gebälk an – z.T. schlimmer als angenommen – und bespricht mit ihm das weitere Vorgehen. Es werden – Gott sei Dank! - keine weiteren gravierenden Dinge festgestellt, die die Statik beeinflussen. Mit Restaurator Raff wird abgesprochen, dass vor dem Beginn der restauratorischen Maßnahmen an der Kirchendecke zunächst die Zimmerarbeiten fertiggestellt werden sollen und eine geeignete Dämmung zwischen Dachboden und Kirchendecke angebracht werden soll, um Risse in der Kirchendecke zu vermeiden. Eine Untersuchung des abgeschlagenen Mauerputzes im Innenraum der Kirche ergibt, dass der abgeschlagene Putz weniger Salzgehalt als vermutet beinhaltet. Restaurator, Maler und Gipser sprechen sich über einen geeigneten Putz und dessen Anbringung ab.

Gerüstbauarbeiten und erste Zimmerarbeiten: Beginn der Maßnahme in den beiden Wochen nach Ostern

In der Woche nach Ostern erstellen die Gerüstbauer das Außengerüst, so dass der Zimmermann einen Zugang von außen auf die Kirchenbühne hat, um dort die Bodendielen zu entfernen. So können die Schäden am tragenden Gebälk sichtbar gemacht und der Schutt aus den Mauerkronen und Gewölben entfernt werden.

Putzabschlagen und Verhüllung der Gegenstände in der Kirche: 30. März – 9. April 2020

Bevor das aufwändige Abschlagen des Putzes erfolgen kann, sollten zunächst die wichtigsten in der Kirche verbleibenden Gegenstände luftdicht verhüllt und abgehängt werden: Orgel, Altar, Altarkreuz, Kanzel, Taufstein, Bankreihen auf der Empore und Laufwege auf der Empore. Entgegen den Erwartungen ist diese „Verhüllungsaktion“ sehr zeitaufwändig. Parallel dazu fangen wir deshalb schon mit dem Abschlagen des Putzes an. Es stellt sich heraus, dass dieser nicht nur bis zu einer Höhe von 40cm, sondern bis zu 1 m  abgeschlagen werden muss, um die Nässe in den Wänden zu verhindern. Der Putz ist zumTeil bis zu 5 cm dick und hart und kann nur mit „schwerem Gerät“ ab gehämmert werden. An der Nordseite muss dazu die Heizung aus dem Heizungskanal demontiert werden. Nach dem Abschlagen des Putzes zeigt sich an vielen Stellen, dass die Wände tief von Nässe durchdrungen ist. Die Kirche wird deshalb über den Sommer täglich zur Durchlüftung geöffnet bleiben, damit im Herbst auf trockenen Wänden der Putz angebracht werden kann. 

Ausräumen der Kirche: 23. – 28. März 2020

In dieser Woche werden zunächst die Bänke im Kirchenschiff von der Holzplattform abgeschraubt und für den Abtransport entsprechend nummeriert. Stühle, Bilder, Liedertafeln, Gesangbücher und andere Dinge werden ins Gemeindehaus transportiert, um für zukünftige Gottesdienste zur Verfügung zu stehen.. Die Lautsprecher, Lampen und Leuchten werden abmontiert und im Obergeschoss des Gemeindehauses gelagert. In einer Großaktion werden am Samstag, 28. März 2020 im Laufe des Vormittags alle Bänke des Kirchenschiffs abtransportiert. Die Stadt Nürtingen stellt für die Lagerung einen Raum in der Metzinger Straße zur Verfügung.

Baustellenbegehung und Besprechung: Donnerstag, 19. März 2020

Architekt Hörz, der Bauausschuss des Kirchengemeinderats und Vertreter der ausführenden Firmen besprechen den Start und die notwendigen Maßnahmen zu Beginn der Sanierungsmaßnahme. Ein wichtiges Ergebnis lautet: Das Innengerüst kann früher aufgestellt werden, da die Eigenleistungen der Kirchengemeinde bereits in den kommenden Wochen begonnen und abgeschlossen werden können. 

Architekt Hörz wird gebeten, Überlegungen zum Einbau einer Leinwand und einer Beamerprojektion in der Kirche im Zusammenhang der Sanierungsmaßnahmen zu machen.

Sonntag, 15. März 2020

Wegen der Coronakrise findet kein Gottesdienst in der Kirche statt – nur eine kurze Besinnung unter Einhaltung des Sicherheitsabstands vor der Kirche. In der Folge werden vom Staat alle Gottesdienste verboten. Diese Einschränkung ermöglicht es, mit den Eigenleistungen früher zu beginnen.

Kirchengemeinderatssitzung 18. Februar 2020: Vergabe der Sanierungsarbeiten

Architekt Hörz vom Architekturbüro Riehle+Assoziierte stellt die im Kirchengemeinderat die eingegangenen Angebote von Gewerken für die Sanierung vor. Der Kirchengemeinderat vergibt die Arbeiten an den jeweils kostengünstigsten Anbieter. So ergibt sich ein aktueller Kostenanschlag in Höhe von € 490.000 für die Sanierung. Der vorgelegte Bauzeitenplan sieht vor, dass am Ostermontag der vorerst letzte Gottesdienst in der Kirche stattfinden soll. Falls alles nach Plan läuft, werden im November wieder Gottesdienst in der Kirche stattfinden.

Am Dienstag nach Ostern soll mit der Sanierung begonnen werden. In ersten Wochen wird zunächst das Außengerüst und anschließend das Innengerüst aufgestellt. Vor der Aufstellung des Innengerüsts müssen bis spätestens 26. April 2020 in der Kirche die Kirchenbänke im unteren Bereich demontiert und zur Lagerung abtransportiert, die Lampen und Leuchter sowie die Lautsprecher abgehängt und Altar, Kreuz, Orgel, Kanzel, Taufstein sowie die Bänke und Laufwege auf der Empore mit geeigneter Folie und Malervlies verhüllt und staubdicht abgedeckt werden. Ebenso muss der Putz an der Ost-, Nord und Westseite der Kirche auf eine gewisse Höhe abgeschlagen werden. Der Kirchengemeinderat beschließt, diese Maßnahmen in Eigenleistung zu erbringen. Pro geleisteter Arbeitsstunde werden dafür € 15 in den Finanzierungsplan als „Spendengeld“ angerechnet.